ASK: Rekommunalisierung heißt die neue Strategie für Stadtwerke
Ausverkauf war gestern: Die Kommunen reaktivieren ihre Stadtwerke. Sie bieten viele Dienstleistungen aus einer Hand – und sind beim Bürger beliebt.
Rund 900 Stadtwerke gibt es zurzeit in Deutschland. Seit dem Jahr 2007 kamen 27 neue hinzu. Die Stadtwerke produzieren insgesamt jährlich mehr als 13.000 Megawatt Strom und verfügen damit über zehn Prozent der deutschen Kraftwerkskapazitäten. Bei der Versorgung der Kunden mit Strom kommen die städtischen Unternehmen auf mehr als 50 Prozent. Ebenfalls rund die Hälfte der Gas- und Wasserversorgung wird von den kommunalen Unternehmen erbracht.
Kommunen profitieren von den rentablen Ver- und Entsorgungssparten ihrer Unternehmen. Über Holdings werden defizitäre Bereiche subventioniert. So betreiben Stadtwerke u.a. Schwimmbäder oder Parkhäuser. Sie halten den städtischen Nahverkehr am Laufen, unterstützen Sport- und Kulturveranstaltungen und geben u.a. auch Zuschüsse für Kitas und Schulen.
Befürchtungen, mit der Liberalisierung des Energiemarktes 1998 werde ein Sterben der Stadtwerke eingeleitet, haben sich nicht bewahrheitet. Zwar übernahmen die vier großen Energieunternehmen RWE, E.on, Vattenfall und EnBW mit der Liberalisierung einen städtischen Versorger nach dem anderen, doch inzwischen hat bei den Kommunen ein Umdenken eingesetzt.
Im Energiebereich setzen die Betriebe zunehmend auf erneuerbare Energien. Aktuell haben sich 26 Stadtwerke und die RWE-Tochter Innogy in einem Vertrag auf die Gründung des Gemeinschaftsunternehmens „Green Gecco“ verständigt. Bis 2020 sollen eine Milliarde Euro in Projekte der regenerativen Strom- und Wärmeerzeugung investiert werden. Erstes gemeinsames Projekt wird ein Onshore-Windpark in Schottland sein. In einer weiteren Kooperation arbeiten RWE Innogy und Siemens mit den Stadtwerken München zusammen. Für mehr als zwei Milliarden Euro ist ein Offshore-Windpark 18 Kilometer vor der Küste Nordwales geplant.
Viele Städte und Gemeinden sehen mittlerweile ihre Entscheidung aus den 90er-Jahren zum Verkauf der Versorgungsunternehmen an große Energiekonzerne als Fehler an. Folgerichtig sind sie dazu übergegangen, die einst privatisierten Strukturen wieder in Eigenregie zu übernehmen. Die Chance dazu bieten die in der Regel nach 20 Jahren neu auszuschreibenden Konzessionsverträge, die den Versorgern gegen ein Wegerecht den direkten Zugang zum Kunden gewährleisten. Zwischen 2010 und 2013 läuft ein Viertel dieser Verträge aus. Die Kommunen haben dann die Möglichkeit, den Energielieferanten zu wechseln oder die Netze zurück zu kaufen. Dabei stellen sich die kommunalen Unternehmen dem Wettbewerb.
Wir unterstützen Stadtwerke umfassend rechtlich bei beabsichtigten Rekommunalisierungsvorhaben.
Bei Interesse wenden Sie sich gerne an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
06.02.2012
IDIV 59) Informationsveranstaltung "Vergabe von Sicherheitsdienstleistungen – Neue Rechtsprechung = neue Anforderungen?""
Neckargemünd
06.02.2012
ZeMiKo 10) Wirtschaftsgespräche Spree 2012
Berlin
06.02.2012
IDIV 11) Die neue Sektorenverordnung
Neckargemünd
06.02.2012
IDIV 55) Informationsveranstaltung Beschaffung medizinischer Produkte
Neckargemünd
06.02.2012
IDIV 34) VOF als Marketingaufgabe
Essen
06.02.2012
IDIV 29) Vergabe von IT-Dienstleistungen für öffentliche Behörden und Lieferanten
Berlin
07.02.2012
IDIV 66) Das neue Vergabe- und Vertragsrecht 2012
Berlin
07.02.2012
ASV) Seminar zur Einführung der 2. Auflage des Gesamtkommentars Vergabe und Vertrag 2011 – Band 3
Neckargemünd