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Ausbau der A 9 als ÖPP-Projekt

2012 soll der sechsspurige Ausbau des Abschnitts der A9 Berlin - Nürnberg zwischen Triptis und Schleiz durch ein privates Konsortiums beginnen.

Laut einem Sprecher des Bundesverkehrsministeriums sollen die Arbeiten an der 19 Kilometer langen Strecke im November 2014 abgeschlossen sein. Die Baukosten werden rund 120 Mio. Euro betragen. Wiederum soll hier ein privates Konsortium für die nächsten 20 Jahre den Bau und Unterhalt der Autobahnstrecke tragen und dafür einen finanziellen Ausgleich erhalten.

Es handelt sich um den zweiten Autobahnabschnitt in Thüringen nach der Hörselbergumfahrung der A 4 bei Eisenach, der in einer Öffentlich-Privaten-Partnerschaft (ÖPP) realisiert wird.

Auf dem A-4-Abschnitt bei Eisenach vereinnahmt der private Partner für die Bau- und Unterhaltskosten die Lastwagen-Maut. Auf der A 9 sieht dies anders aus: Das französisch-deutsche Konsortium ist zusätzlich zum Ausbau zwischen Triptis und Schleiz für den Betrieb und Unterhalt von ca. 46 Autobahnkilometern südlich des Hermsdorfer Kreuzes bis zur Grenze nach Bayern zuständig. Hierzu gehören auch Reparaturen und der Winterdienst. Dafür erhält das Konsortium einen finanziellen Ausgleich in unbekannter Höhe, der sich an der Qualität der Leistungen orientiert.

Das Modell, das für den A-4-Abschnitt bei Eisenach zum Einsatz kam, hatte der Bundesrechnungshof beanstandet. Angesichts unterschiedlicher Verkehrsprognosen der Firmen und des Bundes stellte er finanzielle Nachteile fest, die von der öffentlichen Hand getragen werden müssen. Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen zeigen jedoch, dass diese ÖPP-Projekte Vorteile gegenüber der herkömmlichen Vorgehensweise haben. Zu dem Konsortium, das nun den Zuschlag erhalten hat, zählen die Firma VINCI Concessions, die BAM Deutschland AG und die Reinhold Meister GmbH.

 

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