IDIV 44) Vergabeverfahren richtig dokumentieren

Ziel der Veranstaltung:

Die Dokumentation des Vergabeverfahrens ist eine der wesentlichen Ausprägungen des herrschenden Transparenzgebotes. Trotzdem wird dem Vergabevermerk oftmals nur ein geringer Stellenwert eingeräumt. Tragende Entscheidungen und Ermessensausübungen werden nicht oder nur unzureichend dokumentiert, mit teils weitreichenden Folgen. Denn im Zweifel haben Vorgänge, Ermessensausübungen u. ä., welche nicht dokumentiert worden sind, nicht stattgefunden. Eine nachträgliche Beseitigung von Dokumentationsmängeln ist nach der Rechtsprechung nur ausnahmsweise vergaberechtlich zulässig. Die mangelnde oder unzureichende Dokumentation führt daher nicht selten dazu, dass Vergabeverfahren aufgehoben oder wesentliche Schritte wiederholt werden müssen. Die Folgen sind massive Zeitverzögerungen und vermeidbare Zusatzkosten für den öffentlichen Auftraggeber. Das Seminar „Vergabeverfahren richtig dokumentieren“ vermittelt Ihnen einen Überblick, welche Verfahrensschritte und Entscheidungen zum welchem Zeitpunkt und in welchem Umfang durch den öffentlichen Auftraggeber innerhalb des Vergabevermerks zu dokumentieren sind und bestehende Rüge- und Nachprüfungspotenziale somit wesentlich verringert werden können.

Inhalt der Veranstaltung:

Überblick über das Vergaberecht

  • Anwendungsbereich des GWB und der VgV
  • Die vergaberechtlichen Grundsätze
  • Wettbewerb
  • Transparenz
  • Gleichbehandlung
  • Schutz mittelständischer Interessen
  • Eignung
  • wirtschaftlichstes Angebot

Die Dokumentation des Vergabeverfahrens

  • Ausprägung des Transparenzgebotes
  • Der Vergabevermerk
  • Ermittlung des Beschaffungsbedarfs
  • Marktbeobachtung und Markterkundung
  • Schätzung des Auftragswerts
  • Losweise Aufteilung
  • Wahl der richtigen Verfahrensart
  • Besonderheiten bei der Leistungsbeschreibung
    • Gebot der produktneutralen Leistungsbeschreibung
    • Verwendung von Bedarfspositionen
  • Zulassung von Nebenangeboten
    • Mindestanforderungen
    • Nachweisforderungen zur Prüfung der Eignung
  • Zuschlagskriterien und ihre Gewichtung
  • Angebotswertung
    • zwingende Ausschlussgründe
    • fakultative Ausschlussgründe
    • Ermessensausübung
    • Ermittlung des wirtschaftlichsten Angebotes
    • Zuschlagserteilung
  • Aufhebung des Vergabeverfahrens

Rechtsfolgen einer mangelhaften Dokumentation

  • Vergabenachprüfungsverfahren
  • Nachträgliche Heilung von Dokumentationsmängeln?
  • Rückversetzung des Vergabeverfahrens
  • Pflicht zur Aufhebung
  • Schadensersatzansprüche der Bieter

Dauer der Veranstaltung:

9.00 Uhr bis 16.00 Uhr

Teilnehmerkreis:

Das Seminar richtet sich an Führungskräfte und verantwortliche Mitarbeiter der öffentlichen Hand.

Termine und Orte:

30.05.2012 Berlin
10.05.2012 Hamburg
08.05.2012 Neckargemünd
25.05.2012 Essen

Referent/-in:

RA Dr. jur. Thomas Ax

Konditionen:

399,00 € zzgl. MwSt., auch als Inhouse-Schulung buchbar

Anmeldung:

Anmeldungen sind per Email an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! möglich.

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